[Öffentlicher Verkehr ] 25 November, 2008 21:48

Die morgendliche Fahrt in der Sardinen=Büchse, in die Arbeit, wo es-aufgrundderEnge-nur allzu verständlich ist, dass es so manchem einen Huster oder einen Darm=Wind geradezu heraus=>drückt, . . . wenn ich einsteige!

 

[Öffentlicher Verkehr ] 29 Februar, 2008 14:48

STICHWORT ÖFFENTLICHER VERKEHR  

Kennen Sie das auch?

Sie steigen am Morgen in die Straßenbahn, und da Sie doch eine etwas längere Fahrt in die Arbeit vor sich haben, halten Sie Ausschau nach einem Sitzplatz. Allein, es sind zwar zahlreiche Plätze frei, doch sind diese mit Taschen belegt, und neben den Taschen sitzen Menschen, mit übereinander geschlagenen Beinen, die einem signalisieren, dass nicht nur neben ihnen – wegen der Tasche – sondern auch ihnen gegenüber – wegen der übereinander geschlagenen Beine - eigentlich kein Sitzplatz mehr frei ist! So kann es schon einmal vorkommen, dass eine Dame oder ein Herr auf diese Art und Weise einen ganzen Vierer-Sitzplatz in der Straßenbahn, im Bus oder in der U-Bahn für sich alleine in Anspruch nimmt. Sie fragen sich, ob diese Herrschaften, wegen der mehrfach beanspruchten Sitzplätze, vielleicht den doppelten oder gar vierfachen Fahrpreis bezahlen? Mitnichten! Es scheint sich offenbar nur um eine ausgeprägte Form von Egoismus zu handeln und um einen eklatanten Mangel an Solidarität mit den übrigen Fahrgästen.

Wenn Sie nun, verehrte Leserin, verehrter Leser, erwähnte Dame oder beschriebenen Herrn darauf ansprechen, ob anstatt der Tasche vielleicht noch für sie ein Sitzplätzchen frei wäre, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass Ihnen ein böser Blick zugeworfen wird. Als wären Sie quasi im Begriff, in ein fremdes Revier einzudringen. So Sie nun das Glück haben, endlich Ihren Sitzplatz erobert zu haben, droht das nächste Ungemach. Denn Sie müssen damit rechnen, wenn Sie einen Gang-Platz ergattert haben, dass im Laufe Ihrer Fahrt zumindest einmal ein mehr oder weniger unvorsichtiger Mensch, ein Tollpatsch oder vielleicht überhaupt ein ungehobelter Rüpel seine Tasche, seinen Rucksack oder was sonst noch man alles irgendwie mit sich führen kann, mit Ihnen in Kollision bringt. Ihnen ist augenblicklich nicht so nach Kuscheln? Tja, dem Sitznachbarn aber schon! Deshalb drückt er sich auch gerade mit besonderer Vehemenz an Sie heran.

Sollten Sie in den Genuss kommen, gegenüber einer Dame mit übereinander geschlagenen Beinen einen Sitzplatz zu erhaschen, bestehen mehrere Möglichkeiten. Im Idealfall erkennt die Dame die Raumnot, und begibt sich in eine dementsprechend vernünftige Sitzhaltung. Häufig werden Sie jedoch damit konfrontiert sein, dass Ihr Gegenüber von Ihnen keinerlei Notiz nimmt und in ihrer, für ein überfülltes öffentliches Verkehrsmittel vielleicht doch ein wenig extravaganten Sitzhaltung verharrt. In diesem Fall können Sie Gift darauf nehmen, dass besagte Zeitgenossin, früher oder später, mit ihren schmutzigen Schuhen an Ihnen anstreift. Sie können sich nun natürlich denken: Mein Gott, diese Hose wollte ich eh morgen in die Putzerei tragen. Jedoch, wenn Sie sich nun erwarten würden, dass Ihr Gegenüber dafür die Rechnung bezahlt, werden Sie einmal mehr enttäuscht sein.

Und da sind die unzähligen Gerüche diverser Speisen, die vor Ihren Augen oder hinter Ihrem Rücken in öffentlichen Verkehrsmitteln verzehrt werden – man denke nur an den wirklich den ganzen Waggon erfüllenden Gestank eines Kebab –, noch gar nicht mitgerechnet.

Seien wir uns ehrlich: Am liebsten hätten wir doch alle gerne ein ganzes Eisenbahn-Abteil für uns alleine. Und so lange wir es nur irgendwie vor äußeren Eindringlingen verteidigen können, tun wir das auch. Notfalls ziehen wir die Vorhänge zu, oder drapieren wenigstens unser hoffentlich nicht allzu spärliches Gepäck auf möglichst allen Sitzplätzen. Wenn wirklich jemand so verwegen sein sollte, sich zu uns hereinzudrängen, können wir immer noch den Gepäckträger dafür benutzen!  

Ich kann Ihnen nur raten, so Sie eines besitzen: Fahren Sie mit dem Auto! Da sind Sie zwar auch nicht vor den übrigen Verkehrsteilnehmern sicher, aber Sie haben wenigstens eine Blech-Karosserie um sich. Und wenn Ihnen dann doch einer zu nahe kommt, zahlt wenigstens die Versicherung.